Startseite GIP – Grundwasser-Ingenieurbau-Planung GmbH Stiftung zur Förderung der „Wiss. Schule Zunker-Busch-Luckner“ DGFZ e.V. – Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V. GFI – Grundwasserforschungsinstitut GmbH
 
  • Deutsch
  •  | 
  • English
Sie sind hier:DGFZ e.V.>Aus- und Weiterbildung>Termine>Gewässerschutz bei Ausbau/Benutzung

Wasserschutz beim Ausbau und der Benutzung von Gewässern – zwei Jahre nach dem EuGH-Urteil zur Weservertiefung – ein Praxis-Check

 

Achtung - geänderter Termin: 09.11.2017

Status: 1 Platz frei, nächster Kurs in 2018

Online-Anmeldung

Download Flyer

 

Der EuGH (Rechtssache C-461/13 - Urteil - Datum vom 1. Juli 2015) ist im Sommer 2017 genau 2 Jahre alt – das BVerwG vom September 2016 hat mit seinem Urteil wesentliche Leitsätze übernommen.

Demnach gilt das Verschlechterungsverbot nicht mehr nur für die wasserwirtschaftliche Planung, sondern auch für die Gestattungsebene. Von einer Verschlechterung ist zudem nicht erst dann auszugehen, wenn Wassernutzungen dazu führen, dass ein Wasserkörper in eine schlechtere Zustandsklasse wechselt (Zustandsklassen-Theorie), sondern im Hinblick auf den Verschlechterungsbegriff folgen die Gerichte der von

der Kommission im Verfahren zur Weservertiefung vertretenen Auslegung:

Eine Verschlechterung liegt danach regelmäßig schon dann vor, wenn sich eine einzige Qualitätskomponente im Sinne des Anhang V um eine Klasse verschlechtert. Befindet sich eine betroffene Qualitätskomponente bereits

in der niedrigsten Klasse, ist zudem jede negative Beeinträchtigung dieser Qualitätskomponente eine Verschlechterung.

Das Seminar beleuchtet die aktuelle Rechtsprechung sowie die einschlägigen Kommentare zu deren Interpretation und Umsetzung ebenso, wie die praktisch daraus resultierenden Konsequenzen für den Gewässerschutz und die künftigen Wassernutzungen.

Die praktischen Erfahrungen des Seminarleiters und der Teilnehmer*innen mit der Erstellung eines „Fachbeitrages Wasserschutz“ wird einen großen Raum einnehmen – das Herausarbeiten der ‚best practice‘ und der dafür erforderlichen Grundlage und Methodik wird ein Ziel sein. Auch der Umgang mit den sogenannten Ausnahmemöglichkeiten auf der Grundlage von § 31 Abs. 2 WHG bzw. Art. 4 Abs. 5 und Abs. 7 der Wasserrahmenrichtlinie wird beleuchtet.

 

Programm

 

9.00 Uhr Begrüßung (Dr. Helling, DGFZ e.V.)

 

9.15 – 10.30 Uhr EU-Wasserrahmenrichtlinie – WHG – EuGH- und BVerwG-Urteile – neue Entscheidungen (Herr Meinecke)

 

Rechtlicher Rahmen und Ziele

Bewirtschaftungsziele Verschlechterungsverbot

Arbeitshilfen / Leitfäden

 

10:30 - 11:00 Uhr Kaffeepause

 

11.00 – 12.30 Uhr Fachbeitrag Wasserschutz I

 

Aufbau, Inhalt und Methodik des Fachbeitrages Wasserschutz

Datenbasis – amtliche Daten – eigene Datenerhebung

Mögliche Beeinträchtigungen: GWK / OWK – Qualitätskomponenten / UQN -

 

12.30 – 13.30 Mittagspause

 

13.30 – 15.00 Uhr Fachbeitrag Wasserschutz II

 

Wirkpfade des Vorhabens / Empfindlichkeiten - Prinzip Abschichtung

Rolle von Maßnahmen der Vermeidung /Minimierung und der gewässerbezogenen Kompensation

Inhalte eines Ausnahmeantrages nach § 31 Absatz 2

 

15.00 – 15.30 Uhr Kaffeepause

 

15:30 - 17:00 Uhr ‚best practice‘-Analyse

 

Eigene Erfahrungen der Teilnehmer*innen

Mindestanforderungen: Abgrenzung ‚must have‘ von ‚nice to have‘

Verantwortung Behörden und Vorhabenträger – Finden von Konventionen

Probleme – Lösungsansätze

 

Ausblick und Diskussion – Schlusswort (Dr. Helling, DGFZ e.V.)

 

Referent:

Roland Meinecke

Diplom Biologe und Diplom-Ingenieur „Umweltsicherung“.

Herr Meinecke ist seit 20 Jahren als Gutachter, Planer und Verfahrensbegleiter tätig und hält seit 15 Jahren regelmäßig Seminare und Schulungen aus dem Bereich der UVP sowie des Habitat-, Arten- und Wasserschutzes.

Im April 2013 wurde er durch die IHK Potsdam als Sachverständiger im Fachgebiet „Umweltgenehmigungsverfahren, Schwerpunkte: Wasser – Energie – Bergbau“ öffentlich bestellt und vereidigt.

 

VERANSTALTER:
Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V.

 

 

VERANSTALTUNGSORT:
Seminarraum im Grundwasser-Zentrum Dresden
Meraner Straße 10, 01217 Dresden

 

 

TEILNAHMEGEBÜHR:
Die Teilnahmegebühr beträgt 375 EUR.  Bei Anmeldung bis zum 09.08.2017 sowie für Behördenvertreter und Mitglieder des DGFZ, BWK und BDG gewähren wir 25 € Rabatt. Die Anmeldung wird bis spätestens 08.05.2017 erbeten.

Enthalten sind in der Gebühr umfassende Lehrgangsunterlagen, Pausengetränke, Imbiss und Mittagessen.

Bei Nicht-Einhalten der Zahlungsfrist laut Rechnung kann der Platz ggf. an weitere Interessenten vergeben werden.


ÜBERNACHTUNG:
Wir bitten die Teilnehmer die Übernachtungsreservierung selbst vorzunehmen. Zur Buchung ihrer Übernachtung können Sie folgende Kontaktdaten nutzen:
- Dresden-Werbung und Tourismus GmbH,
- Tel. 0351-50160160, Fax 0351-50160166
- www.dresden.de/dtg/de/uebernachtung.php

 

 

AUSKÜNFTE
Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V.
Frau Dr. Helling
Tel. 0351/4050-676, Fax –679
Email: chelling@dgfz.de
www.dgfz.de
http://www.gwz-dresden.de/aktuell.htm