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Dresdner Grundwassertage 2011

Verleihung des Dresdner Grundwasserforschungspreises 2011

10. Dresdner Grundwasserforschungspreis

an Dr. Benjamin Creutzfeldt und Dr. Michael Glöckner verliehen

 

Im Rahmen der Grundwassertage 2011 wurde traditionell der nunmehr 10. Dresdner Grundwasserforschungspreis an herausragende Dissertationen verliehen. Der Preis wird von der Stiftung zur Förderung der „Wissenschaftlichen Schule Zunker-Busch-Luckner“ ausgelobt und ist mit 5000 € dotiert.

 

Auszug aus der Laudatio des Jury-Vorsitzenden, Herrn Prof. Dr. Liedl (TU Dresden, Institut für Grundwasserwirtschaft):

 

Die sieben eingereichten Arbeiten wurden von der Jury als wertvolle Beiträge zur Grundwasserforschung eingestuft. Die Jury hat dabei erfreut zur Kenntnis genommen, dass eine Promotion in Österreich und zwei in der Schweiz durchgeführt wurden, sodass der Dresdner Grundwasserforschungspreis offenbar über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen wird.

 

Die vergleichende Bewertung der Dissertationen erwies sich – wie des Öfteren im Vorfeld von Preisvergaben – als nicht ganz einfach. Völlig verschiedenartige Ansätze und Methoden beispielsweise der Computermodellierung oder der Versuchstechnik stellten die Jury vor eine schwierige, aber auch schöne Herausforderung. „Schön“ deshalb, weil die Palette der eingereichten Themen wieder einmal verdeutlicht hat, dass Grundwasserforschung keine Monokultur darstellt, sondern durch Artenvielfalt gekennzeichnet ist.

 

Vor diesem Hintergrund hat die Jury die Qualität der Darstellung, den Nutzen für die Grundwasserforschung und die wissenschaftliche Exzellenz der Themenbearbeitung als Maßstab für die Preisvergabe zugrunde gelegt. Die Jury hat sich unter Beachtung dieser Gesichtspunkte einvernehmlich dafür ausgesprochen, den Dresdner Grundwasser-forschungspreis 2011 jeweils zur Hälfte

 

Herrn Dr. Benjamin Creutzfeldt und Herrn Dr.-Ing. Michael Glöckner

 

zuzuerkennen.

 

Beide Preisträger haben es in besonderem Maße verstanden, Methoden aus anderen Disziplinen zur Bearbeitung von Fragestellungen der Grundwasserforschung einzusetzen und unser Fachgebiet auf diese Weise mit maßgeblichen Impulsen von außen zu bereichern.

 

Herr Dr. Creutzfeldt hat an der Universität Potsdam zum Thema „The effect of water storages on temporal gravity measurements and the benefits for hydrology“ promoviert. In seiner Dissertation werden Gravimetermessungen von Erdschwerefeldschwankungen ausgewertet, um Änderungen unterirdisch gespeicherter Wasservolumina festzustellen. Damit wird eine geophysikalische Technik zur Quantifizierung hydrologischer Vorgänge herangezogen.

 

Die Dissertation von Herrn Dr. Glöckner trägt den Titel „Beitrag zur Entwicklung anoxischer Vakuum-Stripptechnologien zur Behandlung kontaminierter Grundwässer“ und wurde von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg angenommen. Diese Arbeit ist an der Schnittstelle zwischen Grundwasserforschung und Verfahrenstechnik angesiedelt. Ziel war die technisch-ökonomische Bewertung der im Dissertationstitel genannten Sanierungs-technologien im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit bei großflächigen Grundwasser-verunreinigungen.

 

Beide Arbeiten wurden von den betreuenden Hochschullehrern, Herrn Prof. Dr. Merz und Herrn Prof. Dr. Häfner gewürdigt und kurz vorgestellt.

 

www.zbl-stiftung.de