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Aktuelle Informationen aus dem Grundwasser-Zentrum Dresden

Großes Interesse an Wasseraufbereitungstechnologien

 

Am 14. und 15.03.2017 fand in Dresden eine Weiterbildungsveranstaltung zum Thema „Aufbereitungstechnologien für bergbaubeeinflusste Wässer“ statt.

Das Thema war im vergangenen Jahr von Herrn Dr.-Ing. habil. Felix Bilek (Grundwasser-Zentrum Dresden) als eintägiger, englischsprachiger Workshop im Rahmen der Jahrestagung der International Mine Water Association gehalten worden. Dort wurde der Wunsch nach einer deutschsprachigen Veranstaltung geäußert. Die Resonanz auf das Angebot war groß, so dass leider nicht alle Interessenten teilnehmen konnten.

 

Herr Dr. Bilek (DGFZ e.V.) stellte zunächst die typischen Kontaminanten in Grubenwässern sowie Eingriffs- und Behandlungsmöglichkeiten vor. Nach einer Übersicht der prinzipiellen Behandlungsschritte folgten die dazu notwendigen chemischen Grundlagen. Es wurden verschiedenen Technologien detailliert vorgestellt, wie z.B. die Abscheidung von Eisen und Schwermetallen inklusive der Erfahrungen mit der High Density Sludge Technologie, die Vermeidung der Kontamination von Oberflächengewässern mit Eisenhydroxiden, die katalytische Entmanganung und Entfernung von Kohleschlämmen und die Möglichkeiten der Sulfat- und der Chloridfracht-Kontrolle.

 

Herr Dr.-Ing. Christian Koch (GFI GmbH Dresden) beleuchtete die Inlake-Neutralisation und Konditionierung unter dem Aspekt der Langzeit-Stabilisierung der Wasserqualität von Tagebaurestseen. Mit den Teilnehmern wurden dazu die technische Machbarkeit, Kosten und die Erfahrungen aus Labor-, Technikums- und Feldversuchen diskutiert. Dabei wurde deutlich gemacht, dass es keine Standardlösungen gibt. Vielmehr muss aus einem Baukasten an Technologien und Verfahren für jeden Standort bzw. jedes Gewässer mit seinen konkreten Anforderungen eine spezifische Lösung gefunden werden. Hierfür wurden zahlreiche Anwendungsbeispiele dargestellt und die theoretischen Grundlagen der Hydrodynamik des Gewässers und von Behandlungsmethoden sowie der Einsatz von 3D-Seemodellen in der Planung erläutert.

 

Im nächsten Jahr wird das Seminar wieder angeboten und dann um einen praktischen Teil im Technikum Vorführungen der Modellanlagen ergänzt.